Beratungs- & Interventionsstelle

Im Jahr 2002 wurde das Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen verabschiedet („Gewaltschutzgesetz“) – ein Meilenstein in der Entwicklung hin zu einem gewaltfreien Leben für Frauen und Kinder. Dieses Gesetz ist ein wichtiges gesellschaftliches Signal, dass Gewalt im privaten Bereich nicht mehr toleriert wird und dass die Gesellschaft bereit ist zu intervenieren.

 

Seit dem 01.06.2004 existiert die Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und ist als Modellprojekt dem Frauenhaus Wetzlar e. V. zugeordnet. Die Finanzierung des Projektes erfolgte bislang in Kooperation mit dem Land Hessen.

 

Die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt ist ein Baustein in der Beratung und Hilfestellung für Opfer von häuslicher Gewalt. Betroffene bekommen hier Informationen, etwa zum Gewaltschutzgesetz oder bezüglich der Beantragung von Schutzanordnungen (Kontakt- und Näherungsverbot, Wohnungszuweisung, etc.), und finden allgemein eine Anlaufstelle für Probleme jeglicher Art.

 

Eine Zielsetzung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt ist die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz im Lahn-Dill-Kreis. Mit diesem Ansatz wird eine Optimierung der Hilfestellung für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder ermöglicht. Auch männliche Opfer von Gewalt können selbstverständlich die Angebote der Beratungs- und Interventionsstelle in Anspruch nehmen.

 

Täter, die sich mit ihrem gewalttätigen Verhalten auseinandersetzen möchten, können mit Hilfe der Beratungs- und Interventionsstelle an Therapeuten und Beratungsstellen weitervermittelt werden.