Gewaltschutzgesetz

Jeder Mensch hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben, auch in der eigenen Wohnung. Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit, sondern ein Verstoß gegen das Recht jedes Menschen auf körperliche Unversehrtheit.

Das Gewaltschutzgesetz stärkt Ihre Rechte gegen häusliche Gewalt. Dieses Gesetz regelt zivilrechtliche Schutzmöglichkeiten für Opfer von häuslicher Gewalt; es schützt Sie auch außerhalb des häuslichen Bereichs vor z. B. Nachstellungen und Belästigungen. Die Beratungs- und Interventionsstelle unterstützt Sie bei Fragen bezüglich des Gewaltschutzgesetzes oder der Beantragung von Schutzanordnungen.

 

Schutzanordnungen (nach dem Gewaltschutzgesetz)

Kontakt- und Näherungsverbot

Das Gericht kann Anordnungen erlassen, die dem Täter verbieten, sich Ihnen gegen Ihren Willen zu nähern, Sie anzurufen, Kontakt zu Ihnen aufzunehmen.

Wohnungszuweisung

Auf Ihren Antrag hin kann das Gericht den Gewalttäter für bis zu sechs Monate aus der gemeinsamen Wohnung verweisen, auch wenn der Gewalttäter der Mieter oder Eigentümer ist. (In der Regel ist das Familiengericht Ihres Wohnortes für Sie zuständig.)

 

Die Beratungs- und Interventionsstelle bietet kostenlose Beratungs- und Unterstützungsangebote zum Gewaltschutzgesetz an.