Folgen von Gewalt

Die Folgen von Gewalt sind gravierend und vielschichtig – sie unterscheiden sich je nach Dauer, Häufigkeit und Schwere der Gewaltausübung. Die Folgen von Gewalt können unmittelbar, aber auch zeitlich versetzt auftreten, und sogar bis zum Tod der Betroffenen führen. Man unterscheidet u. a. zwischen:

 

Körperliche Folgen:

  • (Schlecht verheilte) Frakturen und Wunden,
  • fehlende (d. h. ausgeschlagene) Zähne,
  • dauerhafte Behinderungen,
  • ungewollte Schwangerschaften,
  • Fehlgeburten und Frühgeburten.

Psychische Folgen:

  • Posttraumatische Belastungsstörungen,
  • Schlafstörungen, Alpträume,
  • Depressionen, Angststörungen, Panikattacken,
  • Verlust von Selbstachtung und Selbstwertgefühl,
  • selbstverletzendes Verhalten.

Soziale Folgen:

  • Trennung und Scheidung,
  • soziale bzw. gesellschaftliche Vereinsamung,
  • Verlust des Arbeitsplatzes.

Psychosomatische Folgen:

  • Kopfschmerzen, Unterleibsmerzen (etc.) ohne organische Ursachen,
  • chronische Schmerz- oder Erschöpfungszustände,
  • sexuelle Probleme.

Auch Ihr Kind ist betroffen!

Kinder erfahren die Folgen von (häuslicher) Gewalt, selbst wenn diese nur indirekte Opfer sind; das schlichte Miterleben der Gewalt kann zu erheblichen Schädigungen und Auswirkungen auf Kinder führen und diese nachhaltig beinträchtigen:

  • Bettnässen, psychische und soziale Störungen (Schlafstörungen, Depressionen, Aggressivität, …),
  • Flucht in Phantasiewelten,
  • chronische Schmerz- oder Erschöpfungszustände,
  • Entwicklungs- und Sprachstörungen, (Schul-)Leistungsdefizite.